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Faserverbundwerkstoffe
Erläuterung: Faserverbundwerkstoffe
Verbundwerkstoffe kennt jeder. Stahlbeton, der in
nahezu jedem Gebäude zur Sicherung der Stabilität verarbeitet
wird ist solch ein Verbundwerkstoff. Faserverbundwerkstoffe
dienen zur Verstärkung und kommen beispielsweise als
Gelege beim Dachbau oder, sehr viel bekannter, als Carbon
in Formel 1 Autos zum Einsatz. Da bei der Formel 1 sehr hohe Geschwindigkeiten
und daher sehr viel Bewegungsenergie herrscht, muss dieser Faserverbundwerkstoff
äußerst viel Energie aufnehmen können ohne dabei komplett
zerstört zu werden. Die Fasern der Faserverbundwerkstoffe eignen
sich exzellent für diese Aufgabe, da die so genannten Fehlstellen
im Material weit voneinander getrennt liegen und somit nicht das gesamte
Material, sondern nur ein kleiner Teil zerstört werden kann.
Die übrigen Fasern bleiben im Idealfall davon unberührt.
Bildlich gesprochen stürzt das Kartenhaus nicht ein, sondern
bleibt unbeschadet stehen. Eine echte Meisterleistung des Faserverbundwerkstoffs.
Vorteile: Faserverbundwerkstoff
Wie oben beschrieben ist ein riesiger Vorteil, dass der Faserverbund
aufgrund der Fasern wenige Fehlstellen besitzt und es somit weniger
häufig zu einem Bruch kommt. Ein äußerst stabiles
Material. Das ist beispielsweise Stahl aber auch. Damit kommen wir
zum zweiten, mit entscheidenden Vorteil. Der Faserverbundwerkstoff
wie zum Beispiel Gelege sind sehr leicht und haben eine besonders
hohe „spezifische Festigkeit“. Spezifische
Festigkeit stellt das Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit
dar. Im Klartext bedeutet dies, dass beispielsweise Gelege trotz Ihres
geringen Gewichts sehr fest und robust sind. Aus
diesem Grund werden Faserverbundwerkstoffe hauptsächlich dort
eingesetzt, wo es auf besondere Festigkeit und möglichst geringes
Gewicht ankommt. Dies findet man im Motorsport, in der Raumfahrt,
im Sportgerätebau und eben auch im Gebäudebau statt.
Technisches zu Faserverbundwerkstoffen
Faserverbundwerkstoffe lassen es vom Namen her bereits erahnen: Es
handelt sich um ein Material, dass aus 2 unterschiedlichen Werkstoffen
besteht. Um eine Verstärkungswirkung zu erzielen, müssen
bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Beim Faserverbundwerkstoff
gibt es zum einen die Fasern und zum anderen die
Matrix als zweiten Werkstoff. Diese Kombination stellt
unter 3 Bedingungen einen Faserverbundwerkstoff dar, welcher
verstärkt wirken kann.
Als erste Bedingung gilt:
1. Elastizitätsmodul der Faser in Längsrichtung > Elastizitätsmodul
des Matrixstoffs.
2. Bruchdehnung Matrixwerkstoff > Bruchdehnung der Fasern.
3. Bruchfestigkeit der Faser > Bruchfestigkeit des Matrixwerkstoffs.
Nur ein Werkstoff, der alle 3 Bedingungen gleichermaßen erfüllt,
gilt als Faserverbundwerkstoff. Weitere Grenzen des Materials wie
Farbgebung existieren nicht und haben keinen Einfluss auf die spezifische
Festigkeit des Verbundwerkstoffs. Entscheidend für die Festigkeit
und endgültige Qualität des Endprodukts sind die beiden
Werkstoffe, die zur Herstellung verwendet werden. Natürlich
bestimmt auch hier der Preis, den der Kunde bereit ist zu bezahlen
eine große und mit entscheidende Rolle.
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